Redundanz.

Nachdem wir endlich übergesetzt waren, wanderten wir ein paar Tage ins Festland hinein, bis wir dann in der französischen Provinz bei einem entfernten Verwandten von M. unterkamen. Sie rief ihn »Onkel«, eine Gewohnheit noch aus Kindertagen, und so sollte ich ihn auch nennen. Der Onkel wohnt in einem kleinen, vom Wald verschluckten Chateau, das von einem halb eingefallenen Wassergraben umgeben ist. Von weitem schon winkte er uns aus dem Turmfenster zu, indem er eine Flinte und eine Flagge im Wechsel schwenkte. Im Flur lehnte er die Kaliber .22 an die Kommode und küsste uns ab. Dann stellte er uns den beiden Jungs vor, die sich an die Beine von zwei blonden Frauen klammerten, die wie aus einem Guss lächelten. Der Onkel war mit Emily verheiratet, aber ihre Schwester Mia war vor einigen Jahren hergezogen, um mit den Kindern zu helfen. Der Onkel lebte in einer Art Kommune, wie M. sogleich erklärte. Er und die Zwillinge wohnten mit den Jungs im Haupthaus, etwa ein Dutzend andere Bewohner hatten ihr Quartier in den Gäste- und Dienerwohnungen etwas abseits.

M. führte mich auf dem weitläufigen Anwesen herum, während die Zwillinge das Dinner vorbereiteten. Hinter der Koppel, auf der Esel und Pferde friedlich bei einander grasten, floss ein Bach, über den eine kleine Brücke zum Weinberg führte, wo die Reben bereits Trauben ausbildeten. Wein werde bald die neue Währung sein, davon war ihr Onkel überzeugt, sagte M. Dutzende Hände schienen auch im Gemüsegarten und den Gewächshäusern tätig zu sein; sie zeigten uns mit unverhohlenem Stolz die Einkochküche, die riesigen Regale voller Gläser. Der Großteil des Vorrats aber werde tief unter dem Haupthaus gelagert. Bei den Teichen kam uns schließlich der Onkel entgegen, einen kleinen Rehbock im Gepäck. Den hatte er geschossen, kaum war er zwei Schritte in den Wald hinein gegangen, jammerte er. Leider sei das Wild durch die Zersiedelung der Bestände arg verhaltensgestört geworden. Überhaupt, schien mir, gestaltete sich der Kampf ums Überleben, ganz zu seinem Überdruss, etwas zu leicht.

redundanz

Beim Abendessen erläuterte der Onkel erst einmal umständlich die Wappen und Verwandten an der Wand, um dann umso energischer auf die Zukunft zu sprechen zu kommen. Man müsse vorsorgen: Aus der großen Stadt, er zeigte nach Süden, würden die Horden kommen, getrieben vom Hunger, wenn alles zusammengebrochen sei. Dann würde man all das bitter brauchen, was er hier aufgebaut habe, und die Leute würden ihm dankbar sein, auch wenn er natürlich nicht jeden aufnehmen könne. Je nach Lage könnte man entweder sich hier verschanzen und das Ganze aussitzen, oder aber ausrücken und so viel mitnehmen, wie man nur tragen könne. Der Onkel hielt Pferde, da er Automobilen nicht traute, und Esel, falls man die Pferde essen musste. Und sollte man seine Stellung überrennen, würden die marodierenden Banden eine Überraschung erleben, er habe einen Teil des Vorrates nämlich sicherheitshalber vergiftet.

So saßen wir am Tisch, der Onkel am Ende und dann in Spiegelfiguren die blonden Zwillinge und die Jungs. Wir, M. und ich, hatten uns jetzt also gegen alle Wahrscheinlichkeit wiedergefunden, wir wollten uns niederlassen, wussten aber nicht, wo oder was anzufangen. Müde waren wir vom Reisen, wir wollten unser Haupt niederlegen und uns von den Vögeln füttern lassen. Doch es ging immer nur voran, als wäre das Leben ein Satz, an dem sich Wort an Wort reihte und bis zum Ende wusste man nicht, wohin sich die Syntax wenden würde. Nach einigen Tagen dann nahmen wir Abschied, winkten, bis wir außer Sichtweite waren. An der Grundstücksgrenze ließen wir die Esel laufen und trugen unser Gepäck wieder selbst, weiter in die ungefähre Richtung hinein, die uns noch am vertrautesten erschien.

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Notlicht.

Nun sitzen wir fest, in einem Hotel an der Grenze, hoch über den weißen Klippen. Nachdem ich dann an Land gegangen war, hatte ich M. bald gefunden, bei ihren Verwandten in dem großen grauen Haus. Wir blieben ein paar Wochen, machten uns schließlich zur Küste auf. Grün flackert jetzt das Notlicht über dem Bett, der Rauchmelder prüft seine Funktionsfähigkeit, indem er regelmäßig piepst. Drei Mal die Woche ertönt der Feueralarm: Sirenen zerreißen die Luft, Rauchgranaten werden in den Flur geworfen, bis wir unter Tränen auf den Parkplatz flüchten, wo der Nieselregen uns die Augen wäscht. Manche unter uns scheinen in Warnwesten zu schlafen, andere gar mit Helm. Selbst bei Tage bewegen sich die Menschen langsam und mit blinkenden Lichtern versehen, unablässig Warnrufe gegen den Wind ausstoßend. Niemand weiß, was geschehen ist oder noch geschehen kann, oder ob überhaupt etwas geschehen wird; ob es besser ist, auf Stillstand zu hoffen oder auf Fortschritt.

Der Besitzer des Hotels hat sich angeblich schon lange über Nacht davongemacht, Gäste und Personal sind mittlerweile kaum mehr zu unterscheiden. Jeder hilft aus, wo er nur kann: Ich stehe in der Küche, M. müht sich damit ab, das Dach zu flicken. So halten wir den Betrieb aufrecht, ohne recht zu wissen, zu welchem Ende, wir sind zu beschäftigt, um uns damit aufzuhalten. Zu allem Überfluss wird das Hotel regelmäßig durchsucht: Man überprüft dann zwar gewissenhaft die Papiere, aber die Gesetze und Bestimmungen ändern sich so rasch, dass Verstöße festgestellt und im gleichen Atemzug wieder verworfen werden. In gelassener Ratlosigkeit fragen wir: Wann werden auch wir auf den Gleisen in den Tunnel hineinwandern, wann werden wir auf einer Fähre übersetzen? Halten wir aber abends von den Klippen Ausschau, beobachten wir: Die See ist ein Fest von auf Grund gelaufenen und noch dahintreibenden Schiffen; Menschenmassen drängen sich zum Hafen hin, dass es eine Schande ist.

So stehen wir also nach unserem Tageswerk auf den Klippen, Nordlichter leuchten rot am Himmel, regungslos liegt das Meer. Wir lesen die Zeichen, lassen uns hineinfallen in die hellen Nächte, in denen niemand schläft, wo selbst die Sterne sich unruhig wälzen. Jeden Morgen erreichen uns neue Gäste, Durchreisende, die sich einrichten, wie man sich in Sterbezimmern einzurichten pflegt. Wir aber halten die Stellung, M. pfeift eine Melodie, das Nordlicht wechselt ins Grünliche, doch so müde sind die Menschen, dass sie sich nicht mal mehr die Mühe machen, darüber ein Lächeln vorzutäuschen. Ich träume mit weit aufgerissenen Augen, mit dem Hotel auf die Wellen hinab zu schweben. Noch aber stehen wir hier, wir warten auf etwas am Horizont, wir vergraben die Finger im Gras, Lichterketten irren durch die Dunkelheit, der Herzschlag des Tages setzt kurz aus, auch unser Hotel löst sich langsam, leise ab vom Boden.

notlicht

Robinsonade.

Nennt mich unerhört, aber es ist gar nicht mal so verkehrt, in einem Wal zu wohnen. Mein Kaschelott trägt mich sicher durch Wellen und Wogen, den riesigen Schädel gefüllt mit den wunderlichsten Dingen. Hat man sich einmal mit seiner Lage wie mit der äußersten Hoffnungslosigkeit abgefunden, gibt es nirgendwo, wo man sich nicht einrichten könnte. Eben noch war ich am Strand gestanden und hatte in den Nebel gestarrt, von plötzlicher Verzweiflung getrieben watete ich ins Wasser, halb hatte mich die Kälte schon bewusstlos gebrannt, da erschien ungerufen der Wal zur Rettung, und nahm mich auf in sein freundliches Maul.

Im Herzen der Meere ist aller Laut gedämpft wie in warmer Dämmerung, in der ich mich nach einigem Tasten bald schon zurecht finde. In einer Nische baue ich aus Treibholz einen Tisch, um meine Mahlzeiten einzunehmen; eine Decke, um den Schlaf zuzudecken, schneidere ich aus Tüten, Segelstücken und den Fasern eines verrotteten Taus. Mittags klopfe ich ein wenig Tran aus; das Rat gibt Licht, wenn ich mich danach fühle. All diese Arbeiten sind unendlich mühsam, sodass ich Stunde um Stunde dafür aufwende, aber zugleich verliert Zeit mehr und mehr an Bedeutung. Ich verbringe die Tage in absoluter Einsamkeit, in stiller Zwiesprache mit meinem Wal. Ob ich unendlich tätig bin oder in Müßiggang versinke, nichts macht noch einen Unterschied.

Sogar Du, meine M., verschwindest mir. Es ist wahr, ich jage Dir nach, aber mit der Angst des Jägers, das Wild dann vor die Flinte zu bekommen. In den Morgenstunden klettere ich auf den Ausguck, um Dich auszusingen, wenn ich Dich nur erspähe. So also suche ich, unbehelligt von Schleppnetzen, bis in die Wurzeln der Berge hinein, beäuge das von Schilfgras überwucherte Ufer. Was sonst soll ich tun, eingeschlossen in meine schwebende Insel, tief begraben, wohlversorgt; niemand hat es je so gut gehabt, denke ich manchmal, ich werde vielleicht das Land auch ganz vergessen, werde weiter im Trockenen schwimmen, getröstet vom ruhigen Herzschlag meines Kaschelotts und Erinnerung.

robinsonade

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Flaschenpost.

flaschenpost

Postscriptum.

AMO156355

Liebe M.,

die Lage ist aussichtslos, trostreich, verfahren. Der Februar wird meinen Geist wohltuend reinigen, meine Habe aber ist zerstreut und schmilzt weiter dahin wie der Schmutz auf den Straßen. Drüben steckt ihr mitten in Lent, große Dinge kündigen sich an, doch in so verhenkert leisen Tönen, dass man sich leicht verhört haben kann. Herrscht denn wieder Schnee und Stillstand in den Straßen, wie in unserem letzten Frühjahr? Nur sporadisch dringen Nachrichten durch. Und selbst die bewegen sich im Ungefähr der Märchen: Ist es wahr oder auch nur wahrscheinlich, dass auf der Insel die Säue sich an Perlen mästen?

Ich lebe wieder auf den Sofas meiner Freunde, und ernähre mich von den Krumen, die man zwischen den Kissen vergessen hat, und fische nach Münzen. Bald schon will ein Boot kapern in der Nacht und mich zu Dir hinüber stehlen und unter dem Stacheldraht tauchen. Indes warte ich auf die richtigen Papiere, Dich besuchen zu dürfen. Vielleicht werde ich mir auch eine Hütte im Wald bauen, und unter dem Laub wohnen; aber, Du weißt, alleine muss ich den Wald meiden. Ich will mich in der Zwischenzeit trösten mit der Tapferkeit der Sumpfotter.

Oder aber ich nehme mir ein Fremdenzimmer in den Ausläufern der Stadt, wo der Blick ungehindert über die Ebene treibt. Oder ich gehe in die Transhumanz und verliere mich in den Triften. Im Gebirge will ich Schäfer werden und goldene Schafe züchten, die fliegen und den ganzen Tag wild fluchen. Ich und mein Stumper, wir halten die Furche, wir durchpflügen die Wüste und rufen ins Tal. Heuschrecken und wilden Honig will ich fressen, bis mein Hunger erlischt, bis die reißenden Wölfe in mir schweigen.

Du siehst, ich weiß gar nicht, wohin mit mir. Vielleicht kennst Du einen Ort, wo ich sicher untergestellt bin, bis wir uns wiedersehen? Hast Du die Möbel schon verfeuert?  Lassen Dich die falschen Propheten schlafen? Ich frage natürlich nur soviel, weil ich selbst nichts als ein Fragezeichen bin dieser Tage. So verloren sterblich sind wir und wie Geister, die in den Zeilen einander haschen, ohne sich doch greifen zu können …

Ich küsse Deine blauen Lippen.

Paul

 

 

Abkommen.

Den 20. dann erklärten sie unsere Präsenz offiziell zum Frevel. Mitten in der Nacht hatten wir einen Anruf bekommen, den wir eilig waren, abzulehnen. Das Fanal zum Aufbruch war kaum verhallt, als sich das Gegenwärtige schon in Erinnerung verwandelte; das erloschene Lächeln der Stadt ließ mich zum Geist erstarren. Hier und da schenkte mir wer vielleicht noch einen aufmunternden Blick, aber wie aus lang abgelegten Träumen, aus verblasster Leidenschaft für fremde Gesichter, die bald verschwinden würden. Die Küche war rasch kalt geblieben, Tomasz hatte sich als einer der ersten davongestohlen. Dann blieben auch die Kammern kalt, auch die Klempner waren fort. Bei offenem Fenster rußten die Kamine vor sich hin.

Täglich wanderte ich nun zum Bahnhof, um Fahrscheine zu ergattern. Und irgendwann war die Stunde hereingebrochen: wir klappten die Koffer zu, schlossen uns dem Treck an. Am Bahnsteig wollte man uns in Gruppen einteilen; es gab Wagen für Ausreisende und solche, die den Wiederkehrern vorbehalten waren. Als sie M. und mich trennten, protestierten wir und beharrten darauf, gemeinsam zu reisen. Ich verwies auf ihr rotes Haar, das ihren Geburtsort, Shankill, Belfast, bezeugte. Der erste Grenzübergang winkte uns eilig durch, um das Problem schnell aus den Augen zu sehen. Vor der zweiten Sicherheitsschleuse hatten sich endlose Schlangen gebildet; bunte Pässe in der einen, den Koffer in der anderen Hand standen wir da. Man musterte uns eindringlich. Nur mit Not wurden die passenden Formulare gefunden. M. kreuzte ein paar Boxen an, bis man zufrieden mit dem Kopf wackelte und uns passieren ließ.

abkommen

Nach ein paar Stunden setzte sich der Zug nahezu lautlos in Bewegung. Wir, gemeinsam mit den anderen Subjekten, saßen zusammengepfercht auf unseren Koffern im Gang, M. aufrecht wie auf einem Thron, die schmutzigen Schuhe in der Luft. Das Land lag neblig da und leer, Bauruinen säumten die Trasse; Lastwagenkolonnen standen auf den Straßen. Die Zukunft dräute: Kommunen und Gartenstädte sprossen aus dem Boden, finanziert von beschäftigungslosen Bänkern; die Vertriebenen und Habenichtse der großen Stadt indes flüchteten sich in verlassene Landhäuser. Vom Regen ausgewaschen ragten Flaggen in den grauen Himmel. Rauch flatterte im aufkommenden Wind. Dann verschlang jäh einsetzend uns die Dämmerung.

Jeder hing seinen Gedanken nach, bis sie langsam im Sande verliefen und einem angenehmen Nichts Raum gaben. Unterm Kanal dann zog M. Champagner aus den Tiefen ihrer Tasche; der Weinkeller war in den Tumulten der letzten Tage geplündert worden. Als die Flasche von Hand zu Hand wanderte und wir still auf die andere Seite warteten, ergriff mich großer Schwindel vor dem Tod, mehr noch vor dem Leben, vor M.s Schönheit, vor der Melodie, die einer anstimmte, und ein schlimmes Grauen und helles Glück, und so schwammen wir unter dem Meer, kopfüber, in einer Woge von Licht, wie wir einander ruhig in die Gesichter sahen, als fänden wir darin festen Grund. So fuhren wir hin.

Agenda.

M. schwieg beharrlich, verbiss sich tiefer ins trockene Brötchen. Ich hatte im Restaurant auf mich warten lassen, was in der Tat eine missliche Unhöflichkeit gewesen war. Wir gaben rasch die Bestellung auf. Nachdem ich M. ganz im Ton der Entschuldigung von der Begegnung mit dem Mann im Anzug erzählt hatte, war es an ihr, genüsslich Rache zu nehmen: »Der Consultant ist doch mit allem, was er gesagt hat, völlig im Recht. Die blinde Verschwendung von Ressourcen ist ganz widernatürlich. Ist etwas nicht funktional, muss es eben optimiert werden. Das weiß jeder Hummer.«

Ich wollte widersprechen, aber war sie einmal in Fahrt gekommen, hatte das keinen Zweck: »Diese Dinner, das Kerzenlicht, das ewige Nachschenken von Bordeaux, die lateinischen Formeln, eine einzige Vergeudung von Zeit und Geld. Viel besser lässt sich doch wirtschaften, wenn das Catering endlich auf das wirklich Notwendige reduziert wird. Den Schnupftabak, den Claret, den französischen Käse abschaffen; die Witze verbieten und die Tischgespräche. Man muss mit der Zeit gehen: Stehempfang bei Konferenzen, die das Konferenzwesen diskutieren; mehr Zeit und Geld für Forschungsleistung, neue Medikamente, Menschenleben; steigende Rendite, glückliche Anleger, win-win.«

Selbst der Hauptgang konnte sie nur kurz unterbrechen: »Was aber ist das beste daran? Denke nur: Den anderen schmeckt’s auch nicht; versalzen wir also allen die Suppe und es wird gerecht zugehen, wir alle sind dann gut und gesund und Lichtesser ohne Leib und Seele. Und jeder ist um sein Glück gebracht, und alle sind happy. Was haben wir nicht schon alles unwiderruflich verloren, wo die anderen alles gewannen? Und was brauchen wir am Ende wirklich, als den reibungslosen Ablauf von Wiege und Grab?«

agenda

Erst nach dem Espresso versandete die unvernünftige Suade. Ich liebte ihren Sinn für Humor, aber gleichzeitig auch die Brüste in dem wild getupften Kleid. M. gab ein gnadenlos überzogenes Trinkgeld und Lächeln; wir brachen auf in die Nacht, wo die Sterne einander ihr Glänzen streitig machten. In aufgewühlter Stille gingen wir am Fluss entlang, ehe wir in die Masse eintauchten. An einem der unzähligen Feuer blieben wir stehen und wärmten unsere Gesichter. Masken schürten den Rauch, Flaschen gingen im Kreis herum, Fontänen aus Licht stiegen zum Himmel. Lieder füllten die Gassen. Ein Anflug von Rebellion hauchte sein Leben aus.

Daheim angekommen, stemmten wir wieder gemeinsam das Tor auf. Im Kamin glühten Scheite vor sich hin. Der Teppich war zurecht gerückt; die bedder hatten das Geschirr gespült. M. griff sich die Flasche Port, die sie vor ein paar Tagen aus dem Combination Room hatte mitgehen lassen. Kalter Novemberregen setzte ein. Sie löschte das Licht. Auch das Bett war frisch bezogen. Feuerwerk stieg auf vor dem Fenster. Ersticktes Jauchzen aus dem Garten. In der Ferne Sirenen. Die Finsternis war Glanz und Gloria; es würden mich die unwahrscheinlichsten Träume heute Nacht verfolgen.