Warte (3).

»Wie könnte ich sie so listig mit meiner Sehnsucht versehren! Die Ferne wird bewahren, was Nähe nur zerstörte. Ich will uns beide bewahren vor dem Automaten der Höflichkeit, den wir beide so fürchten, weil die Anziehung zwischen uns all die tieferen Gesten nur schlecht beschirmt; weil es die Ruhe in uns aufwühlt, weil wir dann beide rastlos wie in einer Wüste umherwandern müssten. Also bitte, gehen Sie jetzt Ihrer Wege; es war schön, Sie zu sehen, doch nun muss ich mich wieder darauf konzentrieren, weswegen ich eigentlich hier warte.«

Erst als ich mich zwischen den Gassen nicht mehr zurecht fand, hielt ich ein. Es fuhr mir ein Lächeln übers Gesicht, das merkwürdig abstrakt blieb. Ich hielt Ausschau nach etwas, meinen plötzlichen Hunger zu stillen.
warte3

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3 Kommentare zu “Warte (3).

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