ich gebe es ja zu –

ich gebe es ja zu –
vorhin fiel die tür ins schloß
da habe ich vergessen
dich zu vergessen – ich erinnerte
dein lächeln im schlaf
dein schlafendes lächeln
die tausend blicke
tausend berührungen

wie aber kann ich mich nicht
jeden augenblick erinnern?

die laute welt sie lenkt mich ab:
ihr lärm ihr tun ihr dummes treiben
von deiner stille deinem all
wo wir zwei: alleine bahnen ziehen

selbst auf die sonne bin ich eifersüchtig
denn unablässig darf sie dich berühren:
und du lässt dich berühren von ihr –
die blicke der anderen auch ihre worte
berühren dich: wo nur ich berühren will

ich aber vergebe dir:
nachlässig sind wir in der liebe
solange wir leben

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6 Kommentare zu “ich gebe es ja zu –

    • ich verstehe es eher so, dass es genau darum geht, dieser anspruch existiert nicht! finde das ziemlich interessant – wir sind menschen und darum wollen wir gern für uns behalten, was – vermeintlich! – uns gehört (besitzstandwahrung :-) ), und aus demselben grund, eben weil wir menschen sind, können wir „großzügig“ darüber hinwegsehen, dass das manchmal nicht geht…

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      • „Nachlässig“ in diesem Beitrag – damit meintest du, dass wir in der Liebe das großzügig vergeben, von dem wir wissen, dass es recht ist so? Ja, wir wollen für uns behalten, was uns vermeintlich gehört und wir wollen positive Gefühle am liebsten konservieren, damit sie nie vergessen. Und verhindern damit, dass sie verklingen und an anderer Stelle neu anschwellen können.

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