Nepomuk. Luftzug.

Das Schiff aber fährt weiter stromaufwärts, trägt die Bugwelle vor sich, eine kurze Strecke gegen die Strömung her. Man kann das beobachten, wenn man auf der Brüstung der Promenade in der Sonne lehnt, jeden Tag, in einem leichten Hemd, mit Wind in den Haaren. Man wird auch da, an der Brüstung, stehen, wenn der Kahn vorüber, der Fluss leer, die fünffingrige Sonne am Sinken ist. Man lässt den Blick nur ein wenig noch ums Ufer schweifen, sinnend, dann fällt der Kopf auf die Brust und die Schultern zieht man hoch, weil der Wind schärfer, unmerklich kälter geworden ist.

Es wird keine Turmuhr schlagen, die Zeiten haben sich gerändert. – Die Hände in leeren Taschen, mit flatternden Hosen, wendet man dem Strom den Rücken zu. Man geht den breiten Weg zur Straßenbahn, neben so vielen Menschen, zur Haltestelle hinab. Schweigt, wenn man die Bahn besteigt, die das städtische Netz befährt.

 

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